Schockierende Nachricht über Taufe und Abendmahl
- kesfetmekursu
- vor 29 Minuten
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Dass Allah ausgerechnet beim letzten Gericht auf Taufe und Abendmahl Bezug nimmt, ist erstaunlich. Dass dieser Bezug zudem im Zusammenhang mit der richtigen Reaktion auf Jesus, Gottes Stellvertreter in der zweiten Schöpfung, hergestellt wird, ist schlichtweg umwerfend.
Bei den beiden erwähnten Riten geht es um die zentralen liturgischen Elemente der christlichen Anbetung. Sie fassen die Grundwahrheiten des Christentums symbolisch zusammen.
Taufe und Abendmahl im Christentum
a) In der frühen Kirche war die Taufe der grundlegende Initiationsritus, der für die Erlösung und den Eintritt in die Gemeinschaft notwendig war. Die Eucharistie war der zentrale Opferakt der Anbetung, bei dem die reale, physische Gegenwart Christi angenommen wurde. Beide waren eng miteinander verbunden und wurden oft wöchentlich gefeiert, wobei die Eucharistie ausschließlich getauften Gläubigen vorbehalten war. Maide Sure bewahrt die korrekte Reihenfolge, zuerst Taufe, dann Teilnahme am Abendmahl.
b) Theodoret von Mopsuestia lehrte, dass „so wie wir in dieser Welt durch zwei Handlungen existieren: Geburt und Nahrung – bei der Geburt erhalten wir unsere Existenz und durch die Nahrungsaufnahme können wir unsere Existenz aufrechterhalten, denn diejenigen, die geboren werden, werden sicherlich sterben, wenn ihnen die Nahrung fehlt –, so verhält es sich auch mit der nächsten Welt, in der wir, nachdem wir aus der› Taufe ‹geboren wurden, unsere Existenz› durch Teilnahme am Abendmahl ‹erhalten und, nachdem wir unsterblich geworden sind, in diesem Zustand verbleiben werden.“1 Dabei entspricht die Taufe der Geburt in die nächste, ewige Welt und die Eucharistie der Nahrung, die die neu gewonnene Existenz am Leben erhält.
c) Während die Symbole der Taufe und des Abendmahls für den Eintritt ins ewige Leben und dessen Aufrechterhaltung stehen, werden beide mit der Wiederkunft Jesu beim Endgericht enden: „Wenn unser Herr vom Himmel kommt, das zukünftige Leben offenbart und die Auferstehung von uns allen bewirkt – wodurch wir in unseren Körpern unsterblich und in unseren Seelen unveränderlich werden –, wird die Verwendung von Sakramenten und Symbolen notwendigerweise aufhören. Da wir uns dann in der Realität selbst befinden werden, werden wir keine sichtbaren Zeichen mehr brauchen, um uns an die Dinge zu erinnern, die geschehen werden.“2 Allah weist mit der Erwähnung von Taufe und Abendmahl beim Jüngsten Gericht auf das Ende dieser Zeichenhandlungen hin und führt zur Realität der Ewigkeit über (siehe Maide 5:119f.). Die Erwähnung von Taufe und Abendmahl im Verlauf des Jüngsten Gerichts ist daher äußerst passend.
d) In beiden Symbolhandlungen stehen Jesu Tod am Kreuz und seine Auferstehung am dritten Tag prominent im Zentrum. Die Taufe steht für das Sterben und Auferstehen des Gläubigen mit Christus:
Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? 4So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.
5Denn wenn wir mit ihm zusammengewachsen sind, ihm gleich geworden in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. 6Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. 7Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. 8Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, 9und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. 10Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. 11So auch ihr: Haltet euch für Menschen, die der Sünde gestorben sind und für Gott leben in Christus Jesus.› (Römer 6:3-11).
e) Beim Abendmahl wird das Opfer, das Jesus als Hohepriester vor Gott dargebracht hat, symbolisch nacherlebt und am Opferessen teilgenommen. Das gebrochene Brot symbolisiert den Leib Christi und der Wein steht für sein Blut. Das Abendmahl ist eine Verkündigung des Todes Christi und eine Bekräftigung seines gegenwärtigen, herrschenden Lebens.Die beiden Elemente, Brot und Wein, symbolisieren das für die Erlösung der Menschheit gebrachte Opfer. Wie das Tieropfer im alten Israel ermöglicht die im Abendmahl nachempfundene Opferung Jesu am Kreuz die Versöhnung zwischen Gott und den am Opfermahl Teilnehmenden.Das Abendmahl wird auch als Medizin fürs ewige Leben bezeichnet. Die Teilnahme am Mahl resultiert gemäß kirchlicher Auffassung im Erhalt des ewigen Lebens.
Überraschend!
Angesichts der Selbstdarstellung des Islams in der heutigen Welt ist es äußerst erstaunlich, dass Allah ausgerechnet beim letzten Gericht auf diese zentralen Inhalte des christlichen Glaubens Bezug nimmt. Wie wir gezeigt haben, erörtert er sie als notwendige Elemente der korrekten Reaktion auf die Offenbarung Jesu als Gottes Stellvertreter in der zweiten Schöpfung ausführlich vor der Versammlung aller Apostel Gottes und ihrer Nachfolger. Im heutigen Islam hingegen werden die christliche Taufe und das Abendmahl (Eucharistie) als seiner Theologie fremd und als nicht autorisierte Rituale beurteilt, da sie sich auf Lehren über die Erbsünde, die Sühne und die Göttlichkeit Jesu beziehen, die im islamischen Glauben nicht akzeptiert werden. Die Taufe wird durch rituelle Waschungen ersetzt, und die Eucharistie wird als unvereinbar mit dem strengen Monotheismus abgelehnt.
Es muss nochmals hervorgehoben werden, dass Allah diese Sakramente keineswegs negativ beurteilt, im Gegenteil. Es ist Allahs Offenbarung, die die Jünger zur Taufe motiviert (Maide 5:111), und die Herabsendung des Herrenmahls ist eine weitere Gnadegabe in einer langen Liste, die Allah Jesus erweist (siehe Maide 5:110–115). "Allah sagte: "Ich will ihn euch (nunmehr) hinabsenden"" (5:114). Weder die Taufe noch das Abendmahl sind dabei unbedeutende optionale Zusätze, vielmehr geht es dabei ganz zentral um die richtige Reaktion auf den von Allah erwählten Kalifen Jesus in der zweiten Schöpfung.
Schockierend Nachricht über Taufe und Abendmahl
Es bleibt die bedrückende Frage: Warum werden Taufe und Abendmahl in keiner der vielen Gruppierungen innerhalb des Islams praktiziert? Was ist vorgefallen, dass diese von Allah beim letzten Gericht besonders hervorgehobenen liturgischen Feste in der muslimischen Praxis absolut kein Echo gefunden haben? Wie werden sich heute lebende Muslime gegenüber Allah beim Jüngsten Gericht rechtfertigen, diese in Allahs Beurteilung zentralen Praktiken total ignoriert und vernachlässigt zu haben? Bedeutet das nicht, dass die islamische Welt Allahs Plan, Jesus zum Kalifen in der zweiten Schöpfung zu berufen, ignoriert und verworfen hat? Wie ist es möglich, dass die Mehrheit der Muslime trotz der detaillierten Beschreibung der Vorkommnisse beim Jüngsten Gericht im Koran völlig unvorbereitet ist und beim Jüngsten Gericht schlagartig von dieser Versäumnis überführt wird, aber dann keine Möglichkeit zur Umkehr mehr offenstehen wird? Gibt es eine größere Tragik als diese?

Handlungsbedarf
Diese tragische Situation muss dringend korrigiert werden – lieber spät als nie. Muslime müssen schleunigst über die beim Jüngsten Gericht wirklich geltenden Tatsachen informiert werden und dürfen nicht länger in falschem Glauben gelassen werden. Wer übernimmt diese aufklärende Mission? Wie wird die muslimische Gemeinde auf diese schockierende Nachricht über Taufe und Abendmahl reagieren?
1 In Theodore of Mopsuestia, Commentary on the Lord's Prayer, Baptism and the Eucharist (1933) ss.1-123, s.72, translated by Alphonse Mingana in https://www.tertullian.org/fathers/theodore_of_mopsuestia_lordsprayer_02_text.htm (besucht: 04/02/2026).
2 In Theodore of Mopsuestia, Commentary on the Lord's Prayer, Baptism and the Eucharist (1933) ss.1-123, s.72, translated by Alphonse Mingana in https://www.tertullian.org/fathers/theodore_of_mopsuestia_lordsprayer_02_text.htm (besucht: 04/02/2026).

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